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← Edgar Degas Edgar Degas — Album mit fünfundvierzig Figurenstudien

Album mit fünfundvierzig Figurenstudien

Originaltitel: Album of Forty-five Figure Studies

Künstler
Edgar Degas
Datierung
ca. 1882–85
Technik
Black chalk on thin, eggshell paper
Maße
Sheet: 10 9/16 x 8 5/8 in. (26.8 x 21.9cm)
Herkunft
Fletcher Fund, 1973

kurzbeschreibung

Edgar Degas' Album mit fünfundvierzig Figurenstudien entstand etwa zwischen 1882 und 1885. Die Blätter, mit schwarzer Kreide auf hauchdünnem, eierschalenfarbenem Papier ausgeführt, versammeln vor allem weibliche Aktdarstellungen in wechselnden Haltungen. Sie zeugen von Degas' anhaltender Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper und dessen Bewegung.

Beschreibung

Auf der aufgeschlagenen Doppelseite fällt rechts eine sorgfältig ausgearbeitete Skizze ins Auge: eine nackte Frau mit langem, offenem Haar, die aufrecht sitzt, die Beine übereinandergeschlagen und den Blick nach links gewandt. Die Schwarz-Weiß-Zeichnung fängt die kraftvolle Haltung ein. Links daneben erscheint nur eine flüchtige Andeutung einer weiteren weiblichen Gestalt, deren Pose vage bleibt. Beide Seiten stecken in einem braunen Einband.

Kontext

In den 1880er Jahren widmete sich Degas verstärkt dem weiblichen Akt, häufig in beiläufigen, natürlichen Posen. Die Studien dieses Albums dienten als Vorarbeiten für größere Pastelle und Gemälde. Der Künstler griff damals immer öfter zu Kreide und Pastell, was seinen Hang zum Experimentieren mit zeichnerischen Mitteln zeigt. Die fünfundvierzig Blätter offenbaren eine planvolle Arbeitsweise und das Bestreben, Bewegung präzise zu erfassen.

Wirkung

Unmittelbar und spontan wirken diese Zeichnungen und vermitteln den Eindruck von Lebendigkeit und Bewegung. Der Kontrast zwischen der klar durchgearbeiteten Figur rechts und der skizzenhaften Andeutung links erzeugt eine reizvolle Spannung. Wer die Seiten betrachtet, gewinnt einen intimen Einblick in Degas' Schaffensprozess.

Technik

Schwarze Kreide auf dünnem, eierschalenfarbenem Papier ermöglicht eine feine, genaue Linienführung. Das Material erlaubt sowohl kräftige Striche als auch sanfte Schattierungen, wie sie in den unterschiedlich weit ausgeführten Figuren zum Ausdruck kommen. Die Beschaffenheit des Papiers trägt zur Leichtigkeit der Skizzen bei.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)