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Madame Lisle

Originaltitel: Madame Lisle

Künstler
Edgar Degas
Datierung
ca. 1866–70
Technik
Charcoal and pastel with red, black, and white chalk on beige wove paper
Maße
sheet: 8 9/16 x 10 1/4 in. (21.7 x 26 cm)
Herkunft
Rogers Fund, 1918

kurzbeschreibung

Edgar Degas zeichnete Madame Lisle um 1866–70 als Halbprofil nach links. Ausgeführt ist das Blatt in Kohle und Pastell, ergänzt durch rote, schwarze und weiße Kreide auf beigem Büttenpapier. Die Zeichnung misst 21,7 x 26 cm.

Beschreibung

Zu sehen ist eine Frau im Halbprofil, den Blick nach links gewandt. Das hochgesteckte Haar ziert ein rotes Accessoire. Grautöne bestimmen die Farbigkeit, durchbrochen von roten und schwarzen Akzenten. Gesicht und Schultern sind mit Pastell- und Kohlekreide modelliert, das Haar mit rotem und schwarzem Stift gezeichnet. Oben rechts steht in roter Schrift „Madame Lisle“, unten links die Signatur „Degas“.

Kontext

In den 1860er-Jahren widmete sich Degas verstärkt der Porträtzeichnung und kombinierte dabei verschiedene Medien wie Kohle, Pastell und Kreide. Wer die Dargestellte war, ist nicht sicher geklärt; der Name „Madame Lisle“ könnte auf eine Bekannte oder Auftraggeberin verweisen. Degas zeichnete damals oft Personen aus seinem persönlichen Umfeld, was für ein informelles Porträt spricht. Die Mischtechnik aus Pastell und Kohle war für sein experimentelles Vorgehen in dieser Zeit bezeichnend.

Wirkung

Das Bild lebt von seiner zurückhaltenden Farbigkeit und den fließenden, detailreichen Strichen, die eine vertraute, stille Stimmung erzeugen. Der neutrale Hintergrund rückt die Dargestellte ganz in den Fokus; ihr Halbprofil wirkt zugleich distanziert und nah. Zarte Pastelltöne und kräftige rote Akzente verleihen dem Blatt eine lebendige, aber unaufdringliche Ausstrahlung.

Technik

Gezeichnet wurde auf beigem Büttenpapier mit Kohle und Pastell sowie roter, schwarzer und weißer Kreide. Die Materialien sind teils trocken, teils in feinen Strichen aufgetragen, wodurch eine reiche Textur entsteht. Die roten Beschriftungen – Name und Signatur – sind mit rotem Stift oder Pastell ausgeführt und setzen einen farblichen Akzent.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)