Pferd mit Jockey; Pferd im Galopp auf dem rechten Fuß, der hintere linke Fuß berührt nur den Boden
Originaltitel: Horse with Jockey; Horse Galloping on the Right Foot, the Back Left Foot Only Touching the Ground
kurzbeschreibung
Ein Pferd prescht im Galopp dahin, auf seinem Rücken sitzt ein Jockey. Die Skulptur aus Bronze entstand nach einem Wachsmodell, das möglicherweise vor 1871 geformt und erst 1920 gegossen wurde. Die Hinterbeine sind weit ausgreifend gestreckt, die Vorderbeine befinden sich in lebhafter Bewegung, während der Reiter aufrecht in traditioneller Reitkleidung verharrt. Auf einem Podest montiert, lenkt das Werk den Blick auf die Energie und das Tempo des Moments.
Beschreibung
Zu sehen ist ein Pferd mitten im Galopp, die Hinterhand lang gestreckt, die Vorderbeine in schneller Folge erhoben. Der Jockey thront auf dem Tier, trägt typische Reitkleidung und lehnt sich leicht vor, was das Vorwärtsdrängen unterstreicht. Die Bronze glänzt metallisch und lässt die Muskelpartien und die Bewegung deutlich hervortreten. Von links einfallendes Licht modelliert die Konturen von Pferd und Reiter. Der Bildaufbau ist ganz auf die Dynamik des Laufs ausgerichtet, getragen von der Beinstellung und der Körperhaltung.
Kontext
Degas beschäftigte sich in dieser Schaffensphase eingehend mit der Wiedergabe von Bewegung, vor allem mit Motiven aus dem Pferdesport. Das Modell dürfte vor 1871 entstanden sein, der Bronzeguss erfolgte jedoch erst 1920, nach dem Tod des Künstlers. Degas erprobte verschiedene Materialien und Techniken; hier zeigt sich sein Bestreben, einen flüchtigen Augenblick dynamischer Bewegung festzuhalten. Die Bronze gehört zu einer posthumen Gussreihe, die auf seinen Wachsarbeiten basiert.
Wirkung
Von der Skulptur geht eine unmittelbare Spannung aus, die den Betrachter gefangen nimmt. Die glänzende Bronzeoberfläche und die genaue Ausarbeitung verleihen der Figur eine lebendige Präsenz, sodass Bewegung und Kraft geradezu greifbar werden.
Technik
Die Skulptur wurde als Bronzeguss nach einem Wachsmodell realisiert. Ihre Oberfläche weist eine glänzende, metallische Patina auf, welche die Details der Muskulatur und der Bewegung akzentuiert. Der Guss erfolgte im Wachsausschmelzverfahren, das feinste Einzelheiten und eine getreue Umsetzung der Modellierung erlaubt.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)