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Tänzerin, die ihren Strumpf hochzieht (Erster Zustand)

Originaltitel: Dancer Putting on Her Stocking (First State)

Künstler
Edgar Degas
Datierung
modeled probably ca. 1896–1912, cast 1920
Technik
Bronze
Maße
Overall (Figure only, confirmed): 18 1/8 x 7 3/4 x 8 in., 17.9lb. (46 x 19.7 x 20.3 cm, 8.1421kg); Overall (As mounted on base): 21 1/2 x 9 3/4 x 11 3/4 in. (54.6 x 24.8 x 29.8 cm)
Herkunft
H.O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H.O. Havemeyer, 1929

kurzbeschreibung

Edgar Degas' Bronzearbeit „Tänzerin, die ihren Strumpf hochzieht (Erster Zustand)“ – vermutlich zwischen 1896 und 1912 modelliert und 1920 gegossen – stellt eine nackte Tänzerin in bewegter Haltung dar. Der Augenblick des Ankleidens ist festgehalten: Die Figur hebt ihr Bein, um den Strumpf überzustreifen.

Beschreibung

Auf einem Bein stehend, das andere gestreckt nach oben geführt, so zeigt sich die tanzende Gestalt. Die Arme sind emporgehoben und schwingen mit, was die Bewegtheit der Haltung unterstreicht. Nackt präsentiert sich die Figur, wodurch die durchgeformte Muskulatur klar hervortritt. Die Bronzeoberfläche weist Risse und Strukturen auf, wie sie für das Gussverfahren typisch sind. Ein einfarbiger, neutraler Hintergrund lässt die Plastik ganz in den Vordergrund treten.

Kontext

In seinen späten Jahren widmete sich Degas verstärkt dem Motiv der Tänzerin, aus dieser Phase stammt die Skulptur. Erst nach seinem Tod 1917 wurde sie in Bronze übertragen, der Guss datiert auf 1920. Sie zählt zu einer Reihe von Wachsmodellen, die sich im Atelier fanden und posthum in Bronze ausgeführt wurden. Häufig zeigen diese Arbeiten ungewöhnliche, private Haltungen, die vom klassischen Ballettideal abweichen.

Wirkung

Unmittelbar und wie aus dem Moment geboren wirkt die Skulptur, als sei eine Bewegung gerade eingefroren. Die expressive Oberfläche und die unübliche Pose erzeugen eine Nähe und zugleich eine kraftvolle Ausstrahlung, die den Betrachter in das private Geschehen der Tänzerin einbezieht.

Technik

Aus Bronze gegossen wurde die Skulptur, nachdem sie zunächst als Wachsmodell entstanden war. Der Guss erfolgte im Wachsausschmelzverfahren, das feinste Oberflächendetails erhält. Die sichtbaren Strukturen und Risse gehen auf Degas' direkte Modellierweise zurück, bei der er die Form mit den Fingern bearbeitete.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)