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Sitzende Frau, die sich die linke Seite abwischt

Originaltitel: Woman Seated in Chair Wiping her Left Side

Künstler
Edgar Degas
Datierung
modeled probably ca. 1896–1900, cast 1920
Technik
Bronze
Maße
14-1/4 x 14-1/4 x 9-3/4 in. (36.2 x 36.2 x 24.8 cm.)
Herkunft
H.O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H.O. Havemeyer, 1929

kurzbeschreibung

Um 1896–1900 modellierte Edgar Degas die „Sitzende Frau, die sich die linke Seite abwischt“, die 1920 in Bronze gegossen wurde. Die Statue zeigt eine Frau in einer verdrehten, lebhaften Sitzhaltung und gehört zu Degas’ späten Studien des menschlichen Körpers in ungewöhnlichen, vertrauten Augenblicken.

Beschreibung

Zu sehen ist eine sitzende Frau, die einen Arm hebt, sich nach links neigt und mit einem Tuch ihre linke Körperseite trocknet. Die Haltung wirkt verdreht und bewegt; die Muskulatur ist ausdrucksstark und stilisiert. Die Bronzeoberfläche erscheint rau und strukturiert, als erinnere sie an eine natürliche Umgebung. Seitlich einfallendes Licht lässt die Farbtöne zwischen dunklem Braun und Gold hervortreten und betont Konturen und Einzelheiten.

Kontext

In seinen späten Jahren widmete sich Degas intensiv dem weiblichen Körper in alltäglichen, ungeschönten Situationen. Damals arbeitete er zunehmend mit Wachs; der Bronzeguss erfolgte erst nach seinem Tod. Die Reihe der Badenden und sich abtrocknenden Frauen zählt zu seinen bekanntesten plastischen Arbeiten, die er zu Lebzeiten nie öffentlich zeigte.

Wirkung

Die ausdrucksstarke, beinahe grobe Oberfläche und die ungewöhnliche Haltung verleihen der Figur eine unmittelbare, intime Ausstrahlung. Die Verdrehung des Körpers erzeugt Spannung und zieht den Betrachter in den Augenblick der Handlung hinein, während die dunkle Patina eine ernste, nachdenkliche Stimmung verbreitet.

Technik

Der Guss erfolgte in Bronze; die raue Oberfläche geht auf die ursprüngliche Wachsmodellierung zurück. Degas nutzte Wachs, um spontane, lebendige Posen festzuhalten, und die spätere Bronzeausführung bewahrte diese unregelmäßigen Texturen. Die unterschiedlichen Farbtöne entstehen durch die Patinierung, die dem Guss eine warme, abgestufte Oberfläche verleiht.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)