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Sich streckende Frau

Originaltitel: Woman Stretching

Künstler
Edgar Degas
Datierung
modeled probably ca. 1884–89, cast 1920
Technik
Bronze
Maße
14-3/8 x 8-1/4 x 7-1/2 in. (36.5 x 21.0 x 19.1 cm.)
Herkunft
H.O. Havemeyer Collection, Bequest of Mrs. H.O. Havemeyer, 1929

kurzbeschreibung

Edgar Degas schuf die Bronzestatue „Sich streckende Frau“ vermutlich zwischen 1884 und 1889; der Guss erfolgte 1920. Sie zeigt eine nackte weibliche Figur in einer Streckbewegung und gehört zu den plastischen Arbeiten, mit denen sich Degas spät dem weiblichen Körper in alltäglichen Haltungen widmete.

Beschreibung

Die stehende nackte Frau reckt einen Arm nach oben, der andere ist leicht angehoben. Den Kopf hat sie nach hinten gelegt, der Blick folgt der Bewegung des ausgestreckten Arms. Die Beine sind etwas gebeugt, die Füße ruhen auf einem unebenen, flachen Sockel. Die Oberfläche des Körpers ist detailliert ausgeformt, Muskeln und Hautfalten sind sichtbar. Von oben einfallendes Licht betont die Konturen und die Textur der Bronze, die eine einheitliche graue Patina mit leichten Schattierungen trägt.

Kontext

Die Skulptur entstand in den 1880er Jahren, als Degas sich eingehend mit dem weiblichen Körper in ungezwungenen Posen befasste. Erst nach seinem Tod wurde sie 1920 in Bronze gegossen – ein Hinweis auf die späte Anerkennung seines plastischen Werks. Degas war für sein experimentelles Vorgehen mit Materialien und Techniken bekannt, das sich auch hier zeigt.

Wirkung

Die Figur strahlt eine unmittelbare Sinnlichkeit und natürliche Anmut aus, wie sie für Degas’ Figuren typisch ist. Die Streckbewegung erzeugt eine dynamische Spannung, die den Betrachter fesselt und den flüchtigen Augenblick festhält.

Technik

Die Skulptur wurde im Wachsausschmelzverfahren in Bronze gegossen, wodurch feine Details der Modellierung erhalten blieben. Die Patina entstand durch chemische Behandlung und verleiht der Figur eine warme, gleichmäßige Tönung.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)