Tänzerin, die ihren Strumpf anzieht (dritter Zustand)
Originaltitel: Dancer Putting on Her Stocking (Third State)
kurzbeschreibung
Edgar Degas modellierte diese Bronzeskulptur mit dem Titel „Tänzerin, die ihren Strumpf anzieht (dritter Zustand)“ vor 1910; der Guss erfolgte 1920. Gezeigt wird eine sitzende Frau, unbekleidet, die ihr rechtes Bein anhebt und mit beiden Händen den Fuß berührt – eine beiläufige Verrichtung aus dem Alltag, festgehalten in einem stillen Augenblick.
Beschreibung
Eine sitzende weibliche Gestalt hat das rechte Bein erhoben; die linke Hand stützt es, die rechte umfasst den Fuß. Leicht vorgebeugt, den Blick gesenkt, ruht die Figur auf einer flachen, unregelmäßig geformten Platte, die wie ein natürlicher Untergrund anmutet. Die glänzende Oberfläche zeigt die für Bronze typischen Spuren von Oxidation und Patina. Von vorn einfallendes Licht vertieft das dunkle Braun und arbeitet Konturen und Strukturen heraus.
Kontext
In seinem Spätwerk, etwa um 1910, widmete sich Degas verstärkt dem Motiv der Tänzerin. Das vorliegende Modell entstand in dieser Phase; zu Lebzeiten des Künstlers blieb es jedoch in Wachs. Erst 1920, nach seinem Tod, wurde es in Bronze gegossen. Die Reihe der Tänzerinnen-Skulpturen erwuchs aus Degas’ anhaltendem Interesse an Bewegungsabläufen und unscheinbaren Handlungen, die er im Atelier beobachtete.
Wirkung
Zwischen Bewegung und Ruhe angesiedelt, entfaltet die Haltung eine intime und zugleich lebendige Präsenz. Die glänzende Bronze mit ihrer Patina verleiht der Figur eine körperliche Unmittelbarkeit, die den Betrachter in das private Geschehen hineinzieht.
Technik
Ausgeführt im Wachsausschmelzverfahren, bewahrt der Bronzeguss feinste Einzelheiten der Oberfläche. Die unregelmäßige Sockelplatte und die glänzende Patina sind kennzeichnend für diese Art der Bronzebearbeitung, durch die Degas’ ursprüngliche Wachsmodelle in ein dauerhaftes Material überführt wurden.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0 1.0)