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Die babylonische Hure

Originaltitel: The Babylonian Whore

Künstler
Albrecht Dürer
Datierung
n.d.
Technik
Woodcut
Maße
sheet: 15 1/4 x 10 7/8 in. (38.7 x 27.6 cm)
Herkunft
Gift of Junius Spencer Morgan, 1919

kurzbeschreibung

Dieser Holzschnitt von Albrecht Dürer (undatiert) zeigt die apokalyptische Vision der babylonischen Hure aus der Offenbarung des Johannes. Im Vordergrund sind Menschen in zeitgenössischer Kleidung um ein großes, geflügeltes Wesen mit mehreren Köpfen und Hörnern versammelt, das einen Kelch hält. Im Hintergrund sind Engel, Wolken sowie Feuer und Rauch über einem Gebäude zu sehen.

Beschreibung

Die Komposition wird von einem großen, geflügelten Wesen mit mehreren Köpfen und Hörnern dominiert, das einen Kelch in der Hand hält. Im Vordergrund stehen Menschen in zeitgenössischer Kleidung, deren Gesichter verschiedene Ausdrücke zeigen. Im Hintergrund schweben Engel in einem dramatischen Himmel, während Feuer und Rauch von einem Gebäude aufsteigen. Die Landschaft weist Berge und einen Fluss auf, und die gesamte Darstellung ist monochrom als Holzschnitt ausgeführt.

Kontext

Albrecht Dürer schuf diesen Holzschnitt vermutlich im frühen 16. Jahrhundert, einer Zeit intensiver religiöser Auseinandersetzungen in Europa. Das Motiv der babylonischen Hure stammt aus der Offenbarung des Johannes (Kapitel 17) und wurde in der Reformationszeit oft als Allegorie auf die katholische Kirche gedeutet. Dürer, der selbst mit reformatorischen Ideen sympathisierte, verarbeitete solche apokalyptischen Themen mehrfach in seinem grafischen Werk.

Wirkung

Die Darstellung wirkt durch ihre detailreiche Ausführung und die dramatische Himmelslandschaft unmittelbar eindringlich. Die Mischung aus realistischen Figuren und fantastischen Wesen erzeugt eine beklemmende, visionäre Atmosphäre, die den Betrachter in die biblische Endzeitszene hineinzieht.

Technik

Das Werk ist ein Holzschnitt, eine Hochdrucktechnik, bei der das Motiv in einen Holzstock geschnitten und dann auf Papier gedruckt wird. Die monochrome Farbgebung und die kräftigen Linien sind charakteristisch für diese Technik, die im 16. Jahrhundert weit verbreitet war. Dürer nutzte feine Schnitte und Schraffuren, um Tiefe und Details zu erzeugen.

KI-generierter Beschreibungstext

Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0)