Das Tier mit sieben Häuptern und das Tier mit den Lämmerhörnern
Originaltitel: The Beast with Seven Heads and the Beast with Lamb's Horns
kurzbeschreibung
Albrecht Dürers Holzschnitt „Das Tier mit sieben Häuptern und das Tier mit den Lämmerhörnern“ (um 1498) zeigt eine apokalyptische Szene nach der Offenbarung des Johannes. In der oberen Bildhälfte thront eine gekrönte Gestalt auf Wolken, flankiert von zwei Engeln, während unten ein Löwe und ein Drache mit weiteren Figuren dargestellt sind.
Beschreibung
Die Komposition ist zweigeteilt: Oben thront eine gekrönte, prächtig gewandete Figur auf Wolken, umgeben von zwei Engeln und ausgehenden Strahlen. Unten sind mehrere traditionell gekleidete Personen zu sehen, die einen Löwen und einen Drachen umringen. Die Tiere sind in dynamischer Pose wiedergegeben, was auf eine Konfrontation hindeutet. Die Szene ist von Wolken und Strahlen durchzogen, die eine himmlische Atmosphäre erzeugen. Der Holzschnitt ist monochrom in Grautönen gehalten, mit scharfen Konturen und detaillierten Linien.
Kontext
Dürer schuf den Holzschnitt als Teil seiner Serie zur Apokalypse, die 1498 in Nürnberg erschien. Die Bildserie illustriert die Offenbarung des Johannes und war eines der ersten Bücher, das von einem Künstler selbst verlegt wurde. Die Holzschnitte waren für ein breites Publikum bestimmt und verbanden theologische Inhalte mit künstlerischer Innovation.
Wirkung
Die Darstellung erzeugt durch die symmetrische Anordnung und die dynamischen Tierfiguren eine Spannung zwischen himmlischer Ordnung und irdischem Chaos. Die feinen Linien und die klare Gliederung verleihen dem Blatt eine ruhige, aber eindringliche Präsenz.
Technik
Der Holzschnitt wurde aus einem Holzstock gedruckt, wobei die hellen Partien herausgeschnitten und die dunklen Linien als Stege stehen blieben. Die Schattierungen entstehen durch unterschiedlich dichte Linienführung, die dem Motiv Tiefe verleiht. Das Blatt misst 38,2 x 28,1 cm und ist ein typisches Beispiel für Dürers präzise Druckgraphik.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0)