Melencolia I
Originaltitel: Melencolia I
kurzbeschreibung
Albrecht Dürers Kupferstich „Melencolia I“ aus dem Jahr 1514 zeigt eine allegorische Darstellung der Melancholie. Die geflügelte Frau sitzt nachdenklich zwischen zahlreichen Symbolen der Geometrie und der Vergänglichkeit. Das Werk ist eines der berühmtesten Meisterstiche Dürers.
Beschreibung
Im Zentrum sitzt eine weibliche Figur in langem Gewand, den Kopf in die Hand gestützt. Sie ist von einem Hund auf einem Globus, einem Buch, einem Hammer, einem Schreibblock, einem Federhalter, einem Zirkel und einer Waage umgeben. Im Hintergrund sind eine Uhr, ein Globus, ein Becher, ein Engel und eine Figur im Fenster zu sehen. Über dem Fenster steht die Inschrift „MELENCOLIA I“. Die Komposition ist symmetrisch und in gedämpftem Licht gehalten.
Kontext
Dürer schuf den Kupferstich 1514 in Nürnberg, einer Zeit intensiver künstlerischer Auseinandersetzung mit humanistischen Ideen. Das Werk entstand im Umfeld der sogenannten Meisterstiche, zu denen auch „Ritter, Tod und Teufel“ und „Hieronymus im Gehäus“ gehören. Die Darstellung der Melancholie als nachdenkliche, geflügelte Frau greift die zeitgenössische Temperamentenlehre auf.
Wirkung
Die ruhige, konzentrierte Haltung der Figur erzeugt eine nachdenkliche Stimmung. Die vielen Symbole laden zur Betrachtung und Deutung ein, ohne eine eindeutige Botschaft preiszugeben. Der Stich wirkt durch seine detailreiche Präzision und die gedämpfte Lichtführung besonders eindringlich.
Technik
Das Werk ist ein Kupferstich, bei dem die Linien in eine Kupferplatte graviert wurden. Dürer nutzte feine, parallele Schraffuren, um Schatten und Texturen zu erzeugen. Der Abzug ist auf die Plattenkante beschnitten und zeigt den zweiten Zustand der Platte.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0)