Apokalypse mit Figuren
Originaltitel: Apocalypsis cu Figuris
kurzbeschreibung
„Apocalypsis cu Figuris“ ist eine Holzschnittfolge von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1511. Die vorliegende Seite zeigt einen sitzenden Mann in einem Innenraum, der ein Buch hält und zu deuten scheint. Das Werk ist in der Technik des Holzschnitts ausgeführt und gehört zu Dürers berühmter Apokalypse-Serie.
Beschreibung
Der Holzschnitt zeigt einen Mann, der auf einem Stuhl sitzt und ein Buch in den Händen hält, während seine andere Hand eine Geste des Zeigens oder Deutens macht. Er trägt eine Kopfbedeckung, die an eine Bischofsmütze erinnert, und ein langärmeliges Gewand. Im Hintergrund ist ein Fenster zu sehen, durch das eine Landschaft mit Bergen und einem Fluss erkennbar ist; rechts neben dem Fenster steht eine Figur mit einem Gegenstand. Unterhalb des Fensters befindet sich ein Tisch mit verschiedenen Gegenständen, und am unteren Bildrand ist der Text „Magister Magnus S.p. Pfess“ eingezeichnet.
Kontext
Dürer veröffentlichte die Apokalypse-Serie erstmals 1498 in Nürnberg; die Ausgabe von 1511 war eine erneute Auflage mit zusätzlichen Holzschnitten. Die Serie illustriert die Offenbarung des Johannes und war zu Dürers Zeit ein bedeutendes Druckprojekt, das seine Reputation als Meister des Holzschnitts festigte. Die dargestellte Szene könnte einen Autor oder Visionär zeigen, wie er die göttliche Offenbarung empfängt oder niederschreibt.
Wirkung
Die Komposition ist symmetrisch und lenkt den Blick auf die zentrale Figur, deren Gestik und Kopfbedeckung eine würdevolle, lehrhafte Aura vermitteln. Die klaren Linien und der starke Kontrast zwischen schwarzen und weißen Flächen verleihen dem Blatt eine markante grafische Präsenz, die typisch für Dürers Holzschnittkunst ist.
Technik
Das Werk ist ein Holzschnitt, bei dem das Motiv in einen Holzstock geschnitten und dann auf Papier gedruckt wurde. Die Linien sind präzise und detailreich, mit einer gleichmäßigen Lichtverteilung, die für diese Drucktechnik charakteristisch ist. Die monochrome Farbgebung betont die grafische Wirkung und die feine Strichführung.
KI-generierter Beschreibungstext
Quelle: Metropolitan Museum of Art · Gemeinfrei (CC0)